Bericht Sommerveranstaltung 2016

Sommerveranstaltung des Feuerwehrverbandes Bezirk Zürich und Dietikon von 1. September 2016 in Unterengstringen

 

Dieses Jahr durfte ich an der Sommerveranstaltung des Feuerwehrverbandes der Bezirke Zürich und Dietikon teilnehmen.

Das Schwerpunktthema war: „nicht planbares Grossereignis“. Heinz Jaeggi, Abteilungsleiter von Schutz und Rettung Zürich, hielt im Orgelsurium in Unterengstringen einen 45minütigen Vortrag über das Notfallkonzept solcher Ereignisse.

Es gibt ein Konzept im Kanton Zürich und Schaffhausen, welches auf der Miliz-Feuerwehr aufbaut. Dieser Aufbau ist Modulartig, so dass je nach Anzahl verletzter Personen die Grösse der Sanitätshilfestelle (San Hist) angepasst werden kann.

Eine gute Planung mit rotem Faden ist wichtig, auch wenn ein solches Ereignis nicht oft vorkommt. Die erste Chaosphase muss strukturiert werden und oftmals müssen zuerst Entscheidungen getroffen werden, bevor man Patienten hilft, damit alle Patienten später geordnet der Individualmedizin im Spital übergeben werden können. Man möchte nicht das Chaos vom Unfallort in ein oder mehrere Spitäler verlagern.

So ist ein wichtiger Satz im Leitfaden eines nicht planbarem Grossereignis: „Organisatorisches vor Medizinischem“. Denn wenn erst einmal kein Platz mehr ist für Infrastrukturen oder Krankenwagen oder weiteres, kann auch keiner mehr geschaffen werden.

Es gibt verschiedene Checklisten. Hier möchte ich diejenige der 6 Absprachepunkte zwischen Feuerwehr, Polizei und Sanität kurz vorstellen:

  1. 1.      Standort Patientensammelstelle (Verwundetennest: Am Rand der Gefahrenzone, um medizinische Grundversorgung zu gewährleisten
  2. 2.      Standort Sanitätshilfestelle: Diese braucht Platz und soll als Durchlaufstrasse aufgestellt werden (ca. 1500m2)
  3. 3.      Standort Rettungsachse: Diese freihalten, damit Patienten abtransportiert werden können
  4. 4.      Standort Einsatzleitung Front
  5. 5.      Standort Sammelstelle Unverletzte: Wo unverletzte Personen Betreuung durch die Polizei bekommen
  6. 6.      Standort Warteraum: Um weitere Mittel von Einsatzorganisationen abzustellen

Ein Ereignis mit 0-5 Verletzten ist von der Sanität und Feuerwehr selbst zu bewältigen. Ab 6-10 Personen wird eine SanHist aufgestellt. Der Grossraumrettungswagen wird aufgestellt. Ab 11+ Verletzten werden rund 370 Alarmierungen ausgelöst und es kommen viele Zelte und viel Material um den Patienten zu helfen. Ab 50+ kommt alles, was vom normalen Tagesgeschäft entbehrbar ist.

 

Bei solch einem Ereignis entscheiden die ersten Minuten. Deshalb war diese Übung sehr wichtig. Man muss in Krisen seine Helfer und deren Hilfsmittel kennen um sie durchdacht einsetzen zu können.

Anschliessend an den Vortrag gab es noch eine Führung durch die auf der Zürcherstrasse in Unterengstringen aufgestellte Sanitätshilfestellt.

 

Vielen Dank an die Organisatoren

 

Für die Feuerwehr Unterengstringen Silvana Rizzi (Bericht mit Bilder HIER)
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Veröffentlicht
14:38:00 07.10.2016